(von Dr.-Ing. Anselm Fabig)
Der folgende Text ist aus einer 1995
am Fachbereich Elektrotechnik der
Technischen Universität Berlin (D83) zur Erlangung des
akademischen
Grades Doktor-Ingenieur genehmigten Dissertation abgeleitet worden.
Danksagung :
Zum Gelingen und zur Durchführung
dieser Arbeit haben viele Menschen beigetragen, die mich während
der
Jahre der Konzentration auf das Thema unterstützt haben. Mein Dank
gilt meiner Mutter Frau Gisela Fabig-Schmager und Frau Beate Stallmann
für die Durchsicht und die Korrektur des Roh-Manuskriptes. Mein
besonderer
Dank gilt meinem langjährigen Kollegen Herrn Dr.-Ing. Marius
Schlingelhof für die anregenden, kritischen und
konstruktiven
Gespräche während unserer Zusammenarbeit an der TU-Berlin.
(Anmerkungen zum Dateiformat und Inhalt)
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Die vollständige Arbeit in einem Stück | 148 |
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hier Teilkapitel : |
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| 0. | Das vollständige Inhaltsverzeichnis |
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| 1. | Einleitung |
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dieses
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| 2. | Funknavigationsverfahren |
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| 2.1. | VOR (UKW-Drehfunkfeuer) |
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| 2.2. | DME (Dezimeterwellen-Entfernungsmessung) |
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| 2.3. | TACAN (Drehfunkfeuer für das Militär) |
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| 2.4. | ANS (Flächennavigation) |
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| 2.5. | ILS (Das Instrumentenlandesystem) |
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| 2.6. | NDB / ADF (Mittelwellen-Peilung) |
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| 2.7.
–
2.9. |
Die
Hyperbelverfahren
(LORAN, DECCA, OMEGA) |
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| 2.10.
-
2.10.4. |
Die
Satellitenverfahren
(GPS und GLONASS) |
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| 2.11.
-
2.12. |
Anforderungen
an Navigationsempfänger und
Auswahl der Verfahren |
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| 3. | Prinzipien analoger und digitaler Demodulationsverfahren |
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| 4. | Direktempfang und LORAN-C-Auswertung |
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| 5. | VOR-Demodulation und Auswertung |
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| 5.6.
5.11. |
Substitution
der FM-Demodulation beim VOR-Empfang
ILS-Auswertung |
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| 6. | Ein neues digitales Empfängerkonzept |
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| 7. | Zusammenfassung |
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| 8. | Anhang |
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| 9. – 11. | Quellenverzeichnis, Abkürzungen, Stichwortverzeichnis |
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Die Notwendigkeit, sich von einem Ort zu einem anderen Ort zu bewegen, schafft einen Bedarf an Navigation. Dies fällt jedoch erst dann auf, wenn die Orte weit genug, in der Regel außerhalb des gewohnten Erfahrungsbereichs, auseinanderliegen.
Der Wunsch nach ständiger Verfügbarkeit von Navigationsinformation ohne sichtbare Landmarken, hat speziell in der See- und Luftfahrt zu der Entwicklung der verschiedensten Funknavigationssysteme geführt. Angefangen von Lang- und Mittelwellenpeilern in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts bis zu den heutigen Satellitennavigationsverfahren haben ständige Fortschritte in der Technik und steigende Anforderungen des Militärs zur Entwicklung der unterschiedlichen Funknavigationssysteme geführt.
Der Prozeß der
Positionsbestimmung
bzw. Navigation kann wie folgt formuliert werden.
| Navigation ist der Prozeß der Analyse und Vorhersage einer relativen Bewegung, um von einem Ausgangspunkt zu einem Zielpunkt zu gelangen. Die Bewegung wird charakterisiert durch Richtung und Geschwindigkeit. Diese beiden Parameter müssen, unter Berücksichtigung ökonomischer Randbedingungen, so genau wie möglich bestimmt werden. Die Analyse der Bewegung schließt die Bestimmung der augenblicklichen Position mit ein. Dafür sind bestimmte Meß- und Rechenvorgänge notwendig. |
Der Grundgedanke der Positionsbestimmung ist der Schnitt zweier oder mehrerer Standlinien in einem Punkt in der Ebene bzw. dreier oder mehrerer Flächen im Raum. Diese Linien bzw. Flächen müssen nicht notwendigerweise Geraden oder Ebenen sein.
Funknavigationsgeräte sind in der Regel nur zum Empfang der Signale eines bestimmten Verfahrens ausgelegt. Solche Geräte versagen, wenn z.B. aus Gründen der Reichweite innerhalb eines geographischen Gebietes keine zwei Standlinien des entsprechenden Verfahrens mehr verfügbar sind. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit ein Konzept für einen digitalen Funknavigationsempfänger vorgeschlagen, der den Empfang unterschiedlicher Verfahren ermöglicht. Die gesuchte Position kann dann nicht nur durch den Schnitt verschiedener Standlinien desselben Verfahrens, sondern durch die Kombination von verschiedenen Standlinien unterschiedlicher Verfahren bestimmt werden. Der Empfänger muß notwendigerweise einen großen Frequenzbereich überdecken und verschiedene Demodulationsverfahren beherrschen.
Das vorgestellte Empfängerkonzept
nutzt die Vorteile der Digitalen Signalverarbeitung und ermöglicht
dadurch Leistungsmerkmale, die mit analogen Empfängern nicht
erreichbar
sind. Wesentlich am vorgestellten Konzept ist die Trennung von Empfang
und Auswertung (Bild 1). Der Empfänger gibt die
Standlinieninformation
direkt an einen Host-Rechner weiter, erst dort wird sie zu einem Fix
weiterverarbeitet.
Schlingelhof geht in [83] ausführlich auf die Problematik der
Standortbestimmung
aus verschiedenen Standlinien ein.
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Durch den Einsatz des digitalen Empfängers kann die funknavigatorisch vorhandene Infrastruktur besser genutzt werden und es können bestimmte geographische Gebiete erschlossen werden, in denen mit nur einem einzelnen Verfahren keine Positionsbestimmung möglich war.
Es ist an dieser Stelle anzumerken, daß die Arbeit in einem Zeitraum (1990-1994) entstanden ist, in dem GPS noch zu den teuren und unvollständig ausgebauten Funknavigationsverfahren zählte. Außerdem waren Digitalen Signalprozessoren der eingesetzten Familie nur mit 10 MIPS verfügbar. Beide Situationen haben sich in den letzten Jahren entscheidend verbessert.
Die Verwendung von Auszügen ist -wie bei veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten üblich- unter vollständiger Quellenangabe (siehe Titelzeilen und erster Absatz) sowie Mitteilung an den Autor gestattet.
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